Saison 2009/2010

Gastspiel

Spiel: Ruth Oswalt, Nic Aklin
Regie, Konzept und Ausstattung: Eva Schneid
Dramaturgie: Gerd Imbsweiler
Produktion: Eva Schneid, Thik Baden

Alice und Jules haben ein morgendliches Ritual. Und auch an diesem Wintermorgen wird Alice geweckt vom Duft des Kaffees, den ihr Mann schon zubereitet hat. Als sie jedoch zu Jules ins Wohnzimmer kommt, sitzt er tot auf dem Sofa. Alice beschliesst seinen Tod, zumindest für einen Tag zu ignorieren. Doch dann taucht der Nachbarjunge auf, der wie immer um zehn Uhr eine Schachpartie mit Herrn Jules spielen will ... Eine Geschichte über Rituale, Liebe, Verrat und Verlust. Ein Verlust, der am Ende auf wunderliche Weise ausgeglichen wird.

Auftritt: 7. Mai 2010

Gastspiel

Stimme: Sandra Löwe
Saxophon: Thomas K. J. Mejer

«brief im april» ist Lyrik der 2009 verstorbenen dänischen Dichterin Inger Christensen. Sie ist ein Geheimtipp zeitgenössischer Lyrik und wurde 2005 für den Nobelpreis nominiert. Sandra Löwe und Thomas Mejer bringen diese anmutige, malerische, hinterfragende Lyrik zur Uraufführung - ein „leises“ Hörerlebnis in einer schnelllebigen, lauten Zeit.

Auftritt: 28. April 2010

Presse:
Wochenblatt, 22.04.2010 - Musiktheater für Kinder und Lyrik
Wochenblatt, 29.04.2010 - Delikate Lyrik von Inger Christensen

Gastspiel

Gesang und Spiel: Nicole M. Wehrli
Klavier und Spiel: Tatiana Korsunskaya
Regie und Spiel: Salomé Im Hof

Die Welt der Kinder, fantasievoll, ehrlich, entdeckungsfreudig und abenteuerlich, verstehen die Komponisten Moussorgsky, Prokofieff und Schostakovitch lebendig werden zu lassen. Eine musikalisch-szenische Abenteuerreise im und ums Kinderzimmer, gesungen in deutscher und russischer Sprache für kleine und grosse Kinder ab ca. 6 Jahren.

Auftritt: 24. April 2010

Presse:
Wochenblatt, 22.04.2010 - Musiktheater für Kinder und Lyrik

Koproduktion Jugendtheater Neues Theater am Bahnhof und Sprachhaus M

Spiel: Laurin Buser, Lea Dettli, Jonas Darvas, Stefanie Huber, Iqbal Makhdoomi, Maria Marggraf, Leonhard Marggraf, Noëmi Niederberger, Laetitia Reymond, Gregor Vögtli
Regie und Bühne: Sandra Löwe
Licht und Video: Cornelius Hunziker

Zehn Personen begegnen einander in Paaren. Sie führen zehn Dialoge und jedes Mal findet das Paar dabei zu sexueller Vereinigung. Als Struktur verwendet Schnitzler die tänzerische Form des Reigens, in dem eine Figur immer die Hand einer neuen für die nächste Szene reicht. Schnitzler beschreibt aber nur die Situationen vor und nach dem Koitus, der Geschlechtsverkehr selbst wird nicht gezeigt. Er ist im Text nur mit Gedankenstrichen angedeutet. Nach jeder Szene wird ein Partner ausgetauscht und dabei die gesellschaftliche Leiter erstiegen, von Dirne, Soldat und Stubenmädchen über junger Herr, Ehefrau, Ehemann und süßes Mädel bis zum Dichter, der Schauspielerin und dem Grafen, der am Schluss wieder mit der Dirne zusammentrifft und so den „Reigen“ schließt.
Jung. Charmant. Vergangen und heutig.


Premiere: 15. April 2010

Presse:
Wochenblatt, 15.04.2008 - Verführungen und Verletzungen

Koproduktion Neues Theater am Bahnhof und Sprachhaus M

Spiel: Georg Darvas, Jonas Darvas, Noemi Niederberger, Maria Marggraf, Prisca Pfister, Carmen Stocker
Musik: David Hohl
Regie: Sandra Löwe

Die Untergrundbahn ist eine eigene Welt. «Untertagblues» ist die „Tirade“ des Wilden Mannes, der in der U-Bahn metaphorisch durch die ganze Welt reist und zuletzt von der Wilden Frau konfrontiert, belehrt und verwandelt wird. Für den Wilden Mann findet sein ganzes Leben im Untergrund statt. Alles, was er wirklich zum Leben braucht, findet er in der U-Bahn: Menschen. Ein- und Aussteigende werden von ihm in einer metaphernreichen Sprache beobachtet und „besprochen“. Ein eigener Kosmos entsteht, der radikal auf existenzielle Lebensfragen zielt, ohne dabei den Humor zu verlieren.
Georg Darvas spielt mit jungen Darstellerinnen und Darstellern des Jugendtheaters.

Premiere: 3. März 2010

Presse:
Basler Zeitung, 25.02.2010 - Der Poet spuckt Gift und Galle
Wochenblatt, 25.02.2010 - «Untertagblues» von Peter Handke
Basler Zeitung, 25.02.2010 - Endstation Selbstsucht
Baselstab, März 2010 - Wilder Mann auf Reisen
Badische Zeitung, 05.03.2010 - Abscheu gegen die Welt
Basellandschaftliche Zeitung, 05.03.2010 - Eine träfe Tirade mit Tiefgang

Gastspiel Theater Ni, Olten

Spiel: Rhaban Straumann, Sandra Brändli, Susanne Odermatt, Katja Baumann
Regie: Agnes Caduff

Erzähltheater mit Schalk, Tanz und Gesang. "«Jour fixe» berührt, packt, unterhält und macht unendlich Lust auf mehr. Es ist ein witziges, zeitloses Portrait einer eigenwilligen Frau, welche trotz Alter und Not nie ihre faszinierende Wirkung auf die Menschen verloren hat – wie das Stück selbst.” - Alex Capus

Premiere: 5. Februar 2010

Gastspiel Theaterkabarett Birkenmeier

Spiel: Sibylle und Michael Birkenmeier

«Kettenriss 10» ist nach «Kraut und Lügen» und «schillernd» wieder ein Programm das wohltuend konkret von all dem handelt, was uns kettet, bis bei uns die Kette reisst, bis selbst die Eisenkette reisst, die Fahrradkette auch ... Jede Velofahrer weiss, "wenn d Ketti risst denn bruuchts kei Uebersetzig me, denn goot alles der diräkti Wäg !"
Ein Schuss Vergangenheit, der leicht ironische Blick in die 25 Jahre Theaterkabarett der Birkenmeiers, eine gehörige Portion Gegenwart, in der hohen Aktualität ihrer gewählten Themen und ein Blick in eine gar nicht so ungewisse Zukunft ...

Premiere: 28. Januar 2010

Presse:
Basler Zeitung, 30.01.2010 - Die Seuche tobt, die keiner hat

Gastspiel

Spiel: Anette Herbst

Eine Frau betritt die Bühne. Sie ist die Gastgeberin des Abends und ihre Einladung ist ebenso herzlich wie ernst gemeint. Sie weiss nicht, wer kommt. Sie weiss auch nicht, was kommt. Sicher ist, am Ende verlässt eine Frau die Bühne und zurück bleibt ein Abend voller Unvorhersehbarkeiten.

Auftritt: 16. Januar 2010

Gastspiel

Gesang: Lucie Koechlin
Klavier: Michael Donkel

Ein Liederabend, eine Konzert-Performance zum Thema 'Farbklänge – Klangfarben'. Jedes Lied wird mit überraschenden Mitteln in seiner Farbstimmung eingefangen – der rote Faden ist die Liebe: «Les Chemins de l'Amour».

Auftritt: 15. Januar 2010

Gastspiel Schauspieltruppe Zu?rich

Spiel: Maria Becker, Benedict Freitag
Regie: Benedict Freitag

Eine ältere Dame, in einer fürstlichen Villa eingemietet, nimmt einen Studenten auf, der sich als äusserst wortkarg erweist. Sie versucht durch ein fiktives Verkaufsangebot, Millionäre anzulocken. Wird sie schliesslich das grosse Glück finden? Maria Becker zeigt als ältere Dame höchste Bühnenpräsenz und Benedict Freitag verkörpert alle männlichen Rollen selbst. Immer wieder schlüpfen die beiden auch aus ihrer Rolle und es entsteht ein komödiantisches Verwirrspiel zwischen Fiktion und Realität. Das 2007 im Schauspielhaus Zürich uraufgefu?hrte «Millionenhaus» wurde von Grazia Meier eigens für Maria Becker und Benedict Freitag geschrieben.

Auftritt: 11. Dezember 2009

Presse:
Birseckmagazin, September 2009 - Zwei Highlights im Neuen Theater am Bahnhof
Basler Zeitung, 11.12.2009 - Wie angelt man sich einen Milionär?

Gastspiel Stadttheater Bern

Spiel: Henriette Cejpek
Regie: Shimon Levy

Die dargestellten Frauen verörpern berührende Fälle von Demütigung und Widerstand, und Henriette Cejpek verfügt über eine reiche Fülle an gestalterischer Möglichkeiten, um ihnen mittels Mimik, Körpersprache und differenzierter Artikulation intensives, vitales Leben einzuhauchen.

Auftritt: 5. Dezember 2009

Presse:
Wochenblatt, 03.12.2009 - Ihre Hände auf der Schwelle

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof

Spiel: Georg Darvas
Regie: Joshua Sobol
Licht: Cornelius Hunziker

Der Rechtsanwalt Miki Kol muss wegen seinem unkorrumpierbaren Gerechtigkeitssinn eine einjährige Gefängnisstraffe antreten. Kurz vor Strafantritt erreicht ihn ein Anruf. In der Folge von Telefongesprächen enthüllt sich vor den Augen des Publikums der haarsträubende Filz zwischen Wirtschaft, Justizapparat und Politik, aber auch das Chaos in Kols Privatleben.

Wiederaufnahme: 22. November 2009
Premiere: 14. Oktober 2008

Presse:
Birseckmagazin, September 2008 - Kols letzter Anruf in Dornach
Mittelland Zeitung, September 2008 - Die Hoffnung auf Gerechtigkeit
Mittelland Zeitung, 23.09.2008 - «Ghetto»-Autor Sobol inszeniert in Dornach
Wochenblatt, 09.10.2008 - Sobol inszeniert Sobol
Basler Zeitung, 14.10.2008 - Einer gegen alle
Mittelland Zeitung, 16.10.2008 - Für den bescheidenen Menschen
seniorenweb, 23.10.2008 - Vor dem Fegefeuer
Jüdische Allgemeine, 13.11.2008 - Nur das Handy war Zeuge
Surprise 21.11.2008 - Gerechtigkeit dank Frauenpower
Basler Zeitung 18.12.2008 - Hallo, hier redet die Moral

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof

Spiel: Hubert Kronlachner
Regie: Georg Darvas

Zwei Einakter, in denen ein alter Mann auf das zentrale Ereignis seines Lebens zurückblickt: eine unerfüllte Liebe. Während der alte Schauspieler Swetlovidow sich spät nachts alleine auf einer Provinzbühne wieder findet und mit sich und seinem Leben abrechnet, lässt in Becketts Einakter der Protagonist Krapp immer wieder die Tonbandspulen mit seinen archivierten Erinnerungen ablaufen, bis er die Ereignisse mit seiner vielleicht grössten Liebe auf einer dieser Spulen lauschend einkreist. Georg Darvas fügt mit Hubert Kronlachner zwei Texte der Weltliteratur, die bereits in anderem Zusammenhang im NTaB gespielt wurden, zu einem neuen Abend zusammen.

Premiere: 7. November 2009

Gastspiel

Spiel: Barni Palm, Jo?rg Kaufmann

Das Zusammenspiel von balinesisch inspirierter perkussiver Klangwelt mit Gongs, Gendèr, Xylophonen, Eigenbau und vielem mehr und dem indischen Instrument Pakhawaj (die „Mutter“ der indischen Musik) und weiterer Instrumente führt zu neuen musikalischen Räumen.

Premiere: 31. Oktober 2009

Koproduktion Jugendtheater Neues Theater am Bahnhof und Sprachhaus M

Spiel: Gabriele Bianco, Laurin Buser, Erik de Quero, Nico Herzig, Noemi Niederberger, Andrzej Wojnicz
Konzept und Regie: Sandra Löwe
Licht und Video: Cornelius Hunziker

«Geschichten um Nichts», kaum bekannte Prosatexte von Samuel Beckett, handeln vom „Ich“, dem Selbstgespräch und den Reflexionen des Sprechers über sein Ich. Zerrissenheit und Konzentration zugleich. Geburt und Tod zugleich. Sprache und Sprachlosigkeit zugleich. Fünf Jugendliche haben sich unter der Leitung von Sandra Löwe an Auszüge dieser Texte gewagt und eine bildstarke Sprachperformance kreiert.

Wiederaufnahme: 23. Oktober 2009
Premiere: 28. Februar 2008

Presse:
Basellandschaftliche Zeitung, 01.03.2008 - Einem älteren Text neues Leben eingehaucht
Wochenblatt, 22.09.2009 - Eigenwilliger Beckett-Abend

Koproduktion Jugendtheater Neues Theater am Bahnhof und Sprachhaus M

Spiel: Salome Bessenich, Gabriele Bianco, Laurin Buser, Erik De Quero, Nico Herzig, Stefanie Huber, Maria Marggraf, Iqbal Makhdoomi, Noemi Niederberger, Laetitia Raymond, Gregor Vögtli
Konzept und Regie: Sandra Löwe
Licht: Cornelius Hunziker

Michael Ende ist ein zauberhafter Geschichtenerzähler, sein «Gauklermärchen» ein phantasievolles Jugendtheaterstück. Die Gauklergruppe muss ihre Zelte abbrechen. Ein Chemiekonzern wird bauen. In der letzten traurigen Nacht, der Nacht der Entscheidung, erzählen sie der behinderten Eli ein Märchen und verwandeln die traurige Nacht in ein Feuerwerk. Die Entscheidung wird gefällt. Was für eine Entscheidung? „Hereinspaziert, hereinspaziert ...“, würde Pippo sagen.

Wiederaufnahme: 15. Oktober 2009
Premiere: 6. März 2009

Presse:
Basler Zeitung, 06.03.2008 - Nacht der Entscheidung
Basellandschaftliche Zeitung, 07.03.2008 - Gaukler betreten die Bühne
Basler Zeitung, 15.10.2009 - Letztes Märchen

Gastspiel

Spiel: Jean-Christophe Nigon, Thomas Hardegger, Nina Havel, Olivier Blessinger, Filomena Pizzolante Dani von Wattenwyl
Regie: Dani von Wattenwyl

Andreas Fröhlich ist ein erfolgreicher Psychiater mit eigener Praxis. Er bekommt ein Angebot, seine Praxistätigkeit im Radio zu präsentieren. Als er aber Maximilian Rausch kennenlernt, kommt er in Berührung mit Bewustseinserweiternden Stoffen. Sein Leben gerät aus den Fugen. Ein Verwirrspiel beginnt, als sein Umfeld versucht, ihn wieder so herzustellen, dass er sich seriös im Radio vorstellen kann.

Premiere: 1. Oktober 2009

Zusammenarbeit Neues Theater am Bahnhof mit der Stiftung Pirolo

Konzert des Jugendkammerorchester Birseck Dorneck (JMS Dornach), Leitung Lukas Greiner.

Datum: 3. September 2009

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof

SängerInnen: Niklaus Rüegg, Ines Schaffer, Vera Kalberguenova, Carmela Calvano Forte, Jan Martin Mächler, Daniel Reumiller, Gregory Finch
Orchester: «Orchestra Paladino»
Regie: Georg Darvas
Musikalische Leitung: Bruno Leuschner
Grafik, Bühne und Kostüme: Ilka Weiss
Licht und Projektionen: Cornelius Hunziker
Produktion: Johanna Schwarz

Zum 200. Todesjahr von Joseph Haydn und zur Eröffnung der 10. Spielsaison verpflichtet sich das NTaB seiner Musiktheatertradition und bringt bereits im Spätsommer eine musikalische Kostbarkeit auf die Bühne. Die Geschichte des ungestümen, von der Angebeteten nicht erhörten Liebenden, entführt in eine mythische Traumwelt: Europäisches Rittertum, fernöstliche List, wundertätige Magie, Verstrickung in verwegene Abenteuer und dergleichen mehr: sieben Personen in Liebes- und Hasskonflikten geben sich auf einer Zauberinsel ein aufregendes Stelldichein und erfahren schliesslich mit Hilfe von Drachen und Unterweltgöttern Neues über sich und die Welt ...

Premiere: 27. August 2009

Presse:
Chlosterpost, August 2009 - Orlando Paladino
Basellandschaftliche Zeitung, 29.08.2009 - Ein klug inszenierter Wahnsinn
Basler Zeitung, 29.08.2009 - Wie beim Fürsten daheim
Birseckmagazin, September 2009 - Zwei Highlights im Neuen Theater am Bahnhof Dornach
Badische Zeitung, 10.09.2009 - Was das Opernherz begehrt

Zusammenarbeit Neues Theater am Bahnhof mit der Stiftung Pirolo

Dieser Sonntag ist ganz dem Leben und Werk Haydns gewidmet: ein Vortrag von Kurt Heckendorn, das anschliessende Konzert der Pianistin Irina Georgieva in der Klosterkirche, ein „haydnisches Mittagessen“ im Klostergarten und die offene Probe der Oper «Orlando Paladino» im NTaB mit abschliessendem Apéro bieten eine reiche Einstimmung in die Welt des grossen Meisters.

Datum: 23. August 2009