Saison 2011/2012

Gastspiel Theater im Schiffbau Zürich

Spiel: Nikola Weisse
Regie: Tina Engel
Bühne: Thomas Unseld
Dramaturgie: Beret Unseld

Eine Rebellin ist sie nicht, die Landfrau Anissija. Sie fügt sich ihrem Schicksal, auch wenn es ihr Schmerz und schlaflose Nächte bereitet. Als siebzehnjährige wird Anissija zur Heirat mit dem unliebsamen und unattraktiven Danilo gedrängt und die boshafte Schwiegermutter macht ihr das Leben zur Hölle. Doch nach und nach entwickelt sich ein tiefes Gefühl zwischen ihr und Danilo. Diese Liebe hält auch der grössten Belastung stand – als ihr Mann auf die schiefe Bahn gerät, folgt ihm Anissija, mit den noch lebenden Kindern, in die Verbannung. Seit der Uraufführung im Schiffbau Zürich spielte Nikola Weisse das Stück mit grossem Erfolg u.a. im Theater Basel, im Theater Thealozzi Bochum u. im Kasenmattentheater Luxembourg.

Auftritt: 3. Juni 2012

Gastspiel

Spiel: Hartmut Lange
Inszenierung: Dietmar Horcicka

Seneca sitzt auf der Terasse seiner Villa vor den Toren von Rom. Sein ehemaliger Schüler Nero, Sohn der Agrippina, hat ihn zum Tode verurteilt, nachdem er sich den Thron durch die Ermordung seiner Mutter sicherte. Der Schauspieler Hartmut Lange vergegenwärtigt den Philosophen und dessen Erzälung von Machtgier und Mordlust, die das ganze Römische Reich in einen Abgrund von Verrat und Verkommenheit gestürzt haben.

Thorsten Becker hat in diesem historischen Stoff einen bestürzenden Spiegel unserer Zeit entdeckt - und legt mit Agrippina ein atemberaubend modernes Stück Literatur vor, welches darüber Auskunft gibt, wie das menschliche Streben nach Macht von jeher alle Tabus bricht.

Auftritt: 29. Mai 2012

Gastspiel Das kunstseidene Mädchen

Spiel: Ursula M. Schmitz
Regie: C. Grünberg

Sinnlich inszeniert mit Film und Toncollagen aus den 30er Jahren – eine wunderwitzige Betrachtung über das Leben, die Männer und die Liebe! Erzählt wird die berühmte Geschichte von Doris, die sich eines Nachts mit dem Motto “ab heute bin ich Künstlerin” nach Berlin aufmachte. Der Strudel packt sie sogleich: Amüsement, Dekadenz, Arbeitslosigkeit. Wo sie Liebe erhofft, wird sie bitter enttäuscht, wo sie Geld sucht, findet sie Liebe.

Auftritt: 15. Mai 2012

Koproduktion Neues Theater am Bahnhof und Sprachhaus M

Spiel: Laurin Buser, Nico Herzig, Noëmi Niederberger, Christine Noorlander, Judith Notter, Prisca Pfister, Tobias Schaller, Julian Schneider
Regie und Bühne: Sandra Löwe
Licht und Video: Cornelius Hunziker

«concentration» ist eine furchterregende Anti-Utopie, die der Logik unserer Zeit folgt, doch es ist nicht nur Horror, sondern Verstehen wollen, Durchdringen, Annerkennung, Liebe, Stille und Auseinandersetzung mit der Umfrage: Warum können wir das biblische Gebot nicht einhalten? Und das auf moderne, jugendliche Art: Mit Hitze, Tiefe, Trauer und Anmut. Mit Tanz, Schauspiel und Akrobatik. Es wird rasant.

Premiere: 19. April 2012

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof

Spiel: Georg Darvas
Regie: Hans J. Ammann
Ausstattung: Madeleine Lehmann
Licht: Cornelius Hunziker
Rechte: Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH

Worum geht es? Prof. Grebenhoeve, gestandener und erfolgreicher Psychotherapeut, scheitert an einer Patientin. Sophie Brettschneider, intelligent, wach, auf einem vielversprechenden Karriereweg, bricht aus. Borderliner, oder was? Grebenhoeve versucht alles, nichts gelingt. Die Patientin wählt den Freitod. Der Professor muss sich vor einer Untersuchungskommission verantworten. Das wird ein Weg ins eigene Innere.

Der Autor lässt uns teilnehmen an einer Fallgeschichte, die zwei Personen umfasst: den Arzt und seine Patientin. Gleichzeitig weitet er den Blick aus in unsere pervertierte Leistungsgesellschaft mit ihren Karrierevorstellungen, problematischen Heilungsversuchen, falschen Zungenschlägen. Gegenstand der theatralischen Untersuchung ist die Psychotherapie selbst in einer Gesellschaft voller Unsicherheiten und Ängsten. Ein Zeitstück! Ein Stück Gegenwart!

Premiere: 8. März 2012

Gastspiel Theaterkabarett Birkenmeier

Spiel: Sibylle und Michael Birkenmeier
Musik: Srdjan Vukasinovic, Annette Birkenmeier, Ines Brodbeck
Regie: Saskia Mees

Im Mai 2011 wurde eine erste Ausgabe dieses Abends erstmals als Tryout im NTaB vor einem begeisterten Publikum gezeigt – umso schöner, weltformat in der aktuellsten Fassung zu Gast zu haben!

Auftritt: 16. Februar 2012

Gastspiel Volkstheater Wien

Spiel: Christian Dolezal
Textfassung: Hermann Beil, Christian Dolezal
Inszenierung: Hermann Beil

Ein junger Leutnant verliert sich am Spieltisch und in der Folge all sein Geld. Zu den Schulden gesellt sich die Scham. Er sieht keinen Ausweg. Hilfe kommt zu spät. Arthur Schnitzler beschreibt in dieser Novelle einmal mehr die Seelenvorgänge ganz gewöhnlicher Menschen und die Macht des Unterbewussten, die sie – trotz aller Vernunft – zu irrationalen Taten drängt.

Auftritt: 9. Februar 2012

Gastspiel

Idee und Spiel: Cynthia Coray, Christina Volk
Musik: Christina Volk
Kostüm und Bühne: Yvonne Hänzi
Oeil extérieur: Sandra Moser
Figurenarbeit: Michael Huber

Schauplatz ist ein winziger grüner Campingsitzplatz. Frau Schweiss buhlt mit sinnlosem Geplapper und emsig putzend um die Aufmerksamkeit ihres Zeitung lesenden Ehemanns. Tochter Miggi kündigt die Ankunft von Herrn und Frau Smarties an, die zum Essen kommen. Ein Feuerwehrhauptmann sucht Feuer und entpuppt sich als ungewöhnlicher Geschichtenerzähler ... Redegewandt, aberwitzig, stimmgewaltig, eigenwillig und komisch lassen Christina Volk und Cynthia Coray ihre sechs ProtagonistInnen miteinander kommunizieren – ein Spass für die ganze Familie!

Auftritt: 22. Januar 2012

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof

Serpina: Ursula M. Schmitz
Uberto: Daniel Reumiller
Vespone: Oliver Zgorelec
Orchester: «Orchestra Pergolesi»
Regie: Georg Darvas
Musikalische Leitung: Bruno Leuschner

Wiederaufnahme eines NTaB-Hits: Die berühmten Figuren aus “La Serva Padrona”, Umberto, Serpina und Vespone treffen in einer Trattoria aufeinander und verwickeln sich in eine turbulente Dreiecksgeschichte um Geld, Liebe und musikalische Ambitionen. Eine komische Oper mit einer Fülle musikalischer Überraschungen aus dem Lande des “lirico” und der “canzoni”.

Wiederaufnahme: 31. Dezember 2011
Wiederaufnahme: 31. Dezember 2007
Premiere: 8. März 2007

Gastspiel

Spiel: Ariane Gaffron, Boris Koneczny, Michael Schmitter
Regie und Texteinrichtung: Hans J. Ammann

Ein Disput zwischen Joseph Kardinal Ratzinger und dem atheistischen Denker Paolo Flores d'Arcais.

Als früherer Intendant des Freiburger Theaters setzt Hans J. Ammann ein Gespräch des damaligen, dortigen Kardinalpräfekten der Glaubenskongregation mit dem atheistischen römischen Philosophen aus dem Jahr 2000 in Szene und beteiligt auch Meister Eckhart an diesem Dialog.

Auftritt: 11. Dezember 2011

Gastspiel

Spiel und Konzept: Elisabeth Seiler
Regie und Raum: Bert De Raeymaecker

Hamlet ist ein Prinz, der Vater König und die Mutter Königin. Doch wer ist Hamlet wirklich? Wir alle sind Hamlet. Hamlet ist unser Spiegel. Hamlet stellt existentielle Fragen. Hamlet zweifelt und leidet für uns. Hamlet ist ein Versprechen: erkenne dich in mir und erkenne, was Menschsein heisst. Elisabeth Seiler spielt die Geschichte vom Dänenprinzen, vom Geist des Vaters, von seiner Mutter Gertrud, vom Mörderonkel Claudius und von der unglücklichen Ophelia. Eine Rachetragödie mit einem zo?gernden Rächer, der, von seinem Vater bedrängt, von seiner Mutter enttäuscht und von seinem Onkel enttrohnt, durch anhaltendes Nachdenken über das menschliche Schicksal sich selbst im Weg steht.

Auftritt: 9. Dezember 2011

Gastspiel

Spiel: Volker Ranisch
Inszenierung: André Steger

Geheimnisvoll umkreist Malte ein verborgenes Zentrum, dem er sich nicht zu nähern vermag. Er ringt darum – in seiner Virtuosität nicht ohne Komik – das Unsagbare, die Entfremdung seiner selbst, in Worte zu fassen. Denn alle Zeichen kündigen es an, alles strebt darauf hin: auf das Gleiten, das Stürzen, das Fallen ins Bodenlose einer von ihm nicht mehr durchschaubaren Welt.

Auftritt: 2. Dezember 2011

Gastspiel

Spiel: Ofer Golany, Anja Schüler

Ein musikalisch-theatralischer Abend.

Auftritt: 29. November 2012

Moderation: Laurin Buser

Auftritt: 20. November 2011

Gastspiel Stadttheater Bern in Zusammenarbeit mit CULTURESCAPES Israel

Spiel: Henriette Cejpek
Regie: Shimon Levy

Die dargestellten Frauen verörpern berührende Fälle von Demütigung und Widerstand, und Henriette Cejpek verfügt u?ber eine reiche Fülle an gestalterischer Möglichkeiten, um ihnen mittels Mimik, Körpersprache und differenzierter Artikulation intensives, vitales Leben einzuhauchen.

Auftritt: 19. November 2011

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof

Spiel: Georg Darvas, Oliver Zgorelec
Regie: Joshua Sobol
Bühne und Kostüme: Edna Sobol
Licht: Cornelius Hunziker

Wie zwei Figuren aus dem absurden Theater suchen sich Vater und Sohn, finden sich, verlieren sich wieder und können nicht voneinander lassen. Diese eigenartige Symbiose entbehrt nicht seiner komischen Seiten, doch nicht das Theater ist hier das Absurde, sondern es sind die menschlichen Situationen angesichts des Todes. Joshua Sobols wohl persönlichstes Stück handelt von der Liebe zwischen Vater und Sohn, die angesichts der Endlichkeit unserer physischen Existenz auf die härteste Probe gestellt wird.

Wiederaufnahme: 14. November 2011
Premiere: 24. März 2011

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof in Zusammenarbeit mit CULTURESCAPES Israel

Spiel: Georg Darvas
Regie: Joshua Sobol
Licht: Cornelius Hunziker

Der Rechtsanwalt Miki Kol muss wegen seinem unkorrumpierbaren Gerechtigkeitssinn eine einjährige Gefängnisstraffe antreten. Kurz vor Strafantritt erreicht ihn ein Anruf. In der Folge von Telefongesprächen enthüllt sich vor den Augen des Publikums der haarsträubende Filz zwischen Wirtschaft, Justizapparat und Politik, aber auch das Chaos in Kols Privatleben.

Wiederaufnahme: 10. November 2011
Wiederaufnahme: 22. November 2009
Premiere: 14. Oktober 2008

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof in Zusammenarbeit mit CULTURESCAPES Israel

Spiel: Nikola Weisse, Alexander Tschernek
Regie: Georg Darvas
Bühne: Manfred Schmidt
Kostüme: Murielle Véya
Licht: Cornelius Hunziker

«Eines Sommertages im Jahr ’44, einem hervorragenden Erntejahr üu?r den Tod, zog meine Mutter ihr gutes Schwarzes mit dem Spitzenkragen an, das sie, wie es sich für eine Dame geziemt, zur wöchentlichen Rommérunde bei ihrer Schwester Martha zu tragen pflegte. Sie setzte auch ihren schwarzen Hut auf ...» So beginnt George Taboris Stu?ck Mutters Courage, eine grotesk-absurde, auch komische und auf schockierende Weise realistische Geschichte über Elsa Tabori, die Mutter des Autors, die sich eines Tages aufmacht, ihre Schwester zu besuchen, sich einige Stunden später als Gefangene in einem Viehwaggon eines Todeszugs wieder findet, der sie und tausende andere in das Vernichtungslager Auschwitz bringen soll. Erzählt wird von ihrer wundersamen Rettung durch das, was Tabori ihre «courage» nennt. Es ist Taboris zärtlichstes Stück. Er nimmt sich die Freiheit, nichts über die Mutter zu verschweigen, Tabus zu brechen. Und es ist eine Geschichte über die Geschichte, deren Grausamkeit, wie immer bei Tabori, durch dessen Witz noch unbegreiflicher gemacht wird.

Premiere: 8. Oktober 2011