Saison 2012/2013

Gastspiel Das kunstseidene Mädchen

Spiel: Ursula M. Schmitz
Regie: C. Grünberg

Sinnlich inszeniert mit Film und Toncollagen aus den 30er Jahren – eine wunderwitzige Betrachtung über das Leben, die Männer und die Liebe! Erzählt wird die berühmte Geschichte von Doris, die sich eines Nachts mit dem Motto “ab heute bin ich Künstlerin” nach Berlin aufmachte. Der Strudel packt sie sogleich: Amüsement, Dekadenz, Arbeitslosigkeit. Wo sie Liebe erhofft, wird sie bitter enttäuscht, wo sie Geld sucht, findet sie Liebe.

Wiederaufnahme: 31. Mai 2013
Auftritt: 15. Mai 2013

Gastspiel Kulturist GmbH

Spiel: Hagar Admoni, Franziska von Arx, Alexander Peutz
Tanz: Norbert Steinwarz
Regie: Dalit Bloch

Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Gibt es in der Fremde das bislang verwehrte Glück? Wird es in der Fremde besser gehen? Wird es hoffentlich endlich Frieden geben? Oder gar Arbeit? Zu welchem Preis? Hört das Heimweh irgendwann auf? Aus den Recherchen im Vorfeld und den zahlreichen Interviews und Gesprächen ist ein eindringlicher Theaterabend entstanden, der vom Moment der Entscheidung zum Aufbruch bis zur Ankunft in der Fremde erzählt.

Auftritt: 23. Mai 2013

Presse:
Wochenblatt 23.05.2013 - Menschen im Aufbruch

Gastspiel

Spiel: Hans Hollmann und Reinhild Solf

Ein Mann und eine Frau, beide nicht mehr jung, haben ein Bündel Briefe in der Hand, Liebesbriefe, die sie ein Leben lang einander geschrieben haben. Die ersten sind kleine Zettel in der Schule, denn sie sind schon mit sechs, sieben Jahren ineinander verliebt, die letzten schreibt Andres, der es weit nach oben geschafft hat allein. Andres und Melissa lieben einander ein halbes Jahrhundert, manchmal wissen sie davon, manchmal nicht. Aber immer schreiben sie einander Briefe. Der amerikanische Dramatiker Gurney hat mit Briefen ein Stück gebaut, das seit 1989 auf der ganzen Welt mit grossem Erfolg immer wieder gespielt wird.

Auftritt: 2. Mai 2013

Presse:
Wochenblatt 02.05.2013 - Spannende Briefe zeugen von einer grossen Liebe

Koproduktion Neues Theater am Bahnhof und Sprachhaus M

Spiel: Jonathan Hug, Jessica Naef, Noëmi Niederberger, Christine Noorlander, Judith Notter, Alisha Stöcklin, Luca Vincenzi
Regie und Kursleitung: Sandra Löwe
Licht: Cornelius Hunziker

Wem ist «Siddhartha» nicht bekannt?

In mittlerweile 40 Sprachen übersetzt, ist Siddhartha eine indische Dichtung, die das scheinbar Gegensätzliche der Kulturen nicht als unvereinbar, sondern als Polarität eines Ganzen sichtbar macht und tragfähige Brücken zwischen Ost und West zu schlagen vermag. Siddhartha ist asiatisch anmutendes Theater in seiner rituellen Strenge, vedische Weisheit, mündend in indische Zartheit, Weichheit und Erotik. Westlicher Charme, Witz und Wortakrobatik ergänzen die komponierte Bühnenfassung, die erzählt, wie gespielt wird. Schönheit und starke Bilder dürfen erwartet werden, Fülle und Stille. Die Inszenierung bleibt schlicht im leeren Raum oder auf einem Bambus-Floss. Die Erzählung erfolgt im Originaltext, in eigenen Worten und in mehreren Sprachen.

Premiere: 11. April 2013

Presse:
Wochenblatt, 18.04.2013 - Siddhartha – Das volle Leben
BirseckMagazin, März 2013 - Das Neue Theater am Bahnhof Dornach
Programmzeitung, September 2013 - Bühnenpoesie

Weitere Medien:
Probefotos finden sich hier.

Gastspiel

Spiel: Thomas Brunnschweiler

Buchstaben haben ihn seit seiner Kindheit fasziniert. Seit dreissig Jahren beschäftigt sich Brunnschweiler mit dem uralten Phänomen des Anagramms – ein Wortgebilde, das durch Umstellen der Buchstaben eines anderes Wortgebildes entstanden ist. Alle 18881 Wörter des Textes beginnen mit dem Buchstaben D!

Auftritt: 22. März 2013

Presse:
Wochenblatt 14.03.2013 - Buchstabengeheimnisse

Gastspiel touche ma bouche

Spiel: Daniel Buser, Roland Suter

Das erste direktdemokratische Kabarett von und mit touche ma bouche: Daniel Buser und Roland Suter stellen vier Geschichten zur Auswahl und bitten das Publikum, in verschiedenen Wahlgängen die Entscheidung zu treffen, welche Geschichte sie bis zum happy oder happigen Ende verfolgen möchte. Dass dabei die demokratischen Spielregeln unterschiedlich ausgelegt werden und nach kreativen und unkonventionellen Formen der Mitbestimmung gesucht wird, versteht sich von selber; schliesslich steht touche ma bouche für Satire, Singsang und Schabernack.

Auftritt: 21. März 2013

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof

Spiel: Kristina von Holt, Yael Schüler, Sarah Spale Bühlmann, Maya Alban-Zapata
Regie und Bühne: Georg Darvas

Am 29. März 2002 verlässt Ayat al Akhras den Schulunterricht in Bet Lehem und sprengt sich am Eingang eines Supermarktes in Jerusalem in die Luft. Ihr Opfer: Rahel Levy, gleichaltrig, per Zufall am gleichen Ort.

Die politisch brisante Situation verhindert lange eine Begegnung der beiden Mütter, Avigail Levy und Um Akhras, schlussendlich kommt es zu einer Videokonferenz. Einigen können sich die beiden nicht. Weder über die Motive der Tat noch über Wege den Konflikt zu beenden. Doch beide spüren, dass sich Rachel und Ayat im Leben nach dem Tod zusammen sind.

Premiere: 2. März 2013

Presse:
Badische Zeitung, 05.03.2013 - Theater aus der Hasszone
Basellandschaftliche Zeitung, 04.03.2013 - Hass wird zu Bildern – und konkreten Bildern
Basler Zeitung, 03.03.2013 - Der Tod macht sie gleich
Wochenblatt, 28.02.2013 - Schicksalhafte Begegnungen
Basler Zeitung, 28.02.2013 - Zwei Welten, ein Schicksal

Weitere Medien:
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Gastspiel Buss-Küng in Koproduktion mit dem sogar theater Zürich

Spiel: Verena Buss, Walter Küng
Akkordeon und Musik: Hans Hassler

Drei Menschen sitzen an einem Tisch und reden. Sie reden über den vor 250 Jahren geborenen alemannischen Dichter Johann Peter Hebel: Für manche ein biedermeierlicher Moralist, für andere ein Humanist, ein Aufklärer, der sich dem Wissen, aber auch dem Klatsch und Tratsch seiner Zeit widmete. Bücher werden zur Hand genommen, Gedichte zitiert, ein Kosmos geöffnet.

Auftritt: 5. Februar 2013

Gastspiel

Spiel und Text: Daniel Ludwig
Regie: Lubosch Held

“My name is Mohammed and I am a muslim. Your name is Christian and you are a christian. What a coincidence.”
Von Europäern, die auf Mountanbikes nach Kapstadt pedalen und von Mohammed, der nordwärts eilt, Richtung Mittelmeer und Europa. Rekreation kreuzt Migration. Tiefsinnig, überzeugend, wie auch äusserst humorvoll vermögen Spiel und Inszenierung das Publikum gleichermassen zu überzeugen. Eine tolle Afrika-Geschichte mit einfachsten Mitteln und mit eindringlicher Sinnlichkeit in gut verständlichem Englisch und Deutsch erzählt.

Auftritt: 13. Januar 2013

Koproduktion Neues Theater am Bahnhof mit Luzius Heydrich, “Eine Welt Tage”, Theater im Bauturm Köln und Theaterdiscounter Berlin

Idee, Recherche, Konzept und Spiel: Luzius Heydrich, Hypolitte Kanga
Konzept und Regie: Inda Buschmann
Dramaturgie: Heike Pelchen
Video, Bühne, Kostüme: Moritz Jüdes

Auf der Suche nach visionären Impulsen stösst der junge Basler Theatermacher Luzius Heydrich auf Texte von Thomas Sankara, den hierzulande wenig bekannten, 1987 ermordeten ehemaligen Präsidenten des westafrikanischen Landes Burkina Faso. Sein revolutionäres Programm war eines der kühnsten in der kurzen Geschichte der Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten. Heydrich ist so fasziniert von dessen Willen zu politischer Gestaltung, dass er nach Burkina Faso reist, um nach den Spuren der Geschichte und der Wirkung Sankaras zu suchen. Gemeinsam mit dem dort lebenden Schauspieler Hypolitte Kanga ist eine Erzählung von zwei Kontinenten entstanden, Afrika und Europa – ein theatraler Disput.

Premiere: 24. Januar 2013

Presse:
Programmzeitung, Januar 2012 - Die Zukunft erfinden

Gastspiel Wintergäste BL

Spiel: Stefan Saborowski, Chantal Le Moign, Sarah-Maria Bürgin

Paris 1926. Das Ehepaar Kampf plant einen grossen Ball, der ihren Aufstieg in die feine Pariser Gesellschaft besiegeln soll. Die lebenshungrige 14-jährige Tochter darf an dem grossen Fest nicht teilnehmen und plant Rache.

Auftritt: 23. Januar 2013

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof

Spiel: Niggi Ulrich, Georg Darvas

Das Erdbeben von Lissabon im November 1755 war für die europäische Zivilisation des 18. Jahrhunderts ein Ereignis von einer ähnlichen apokalyptischen Dimension wie 9/11 oder der Tsunami von 2004.
Zwei Denker dieser Zeit versuchten philosophisch mit dem Ereignis fertig zu werden und entzweien sich immer wieder darüber: Voltaire mit seinem “Gedicht über das Erdbeben von Lissabon” und Jean Jaques Rousseau mit seinem “Brief über die Vorsehung”. Die Protagonisten veruschen dieser Entzweiung nach zu gehen und hinterfragen, wie Katastrophen tiefste Erschütterungen im Weltbild der Menschen auslösen können.

Premiere: 14. Dezember 2012

Gastspiel DoTheatre im Rahmen des Festivals «IM SPIEGEL – ANDREJ TARKOWSKIJ»

Idee: Anastasia Alexandrowa
Ausführung und Gestaltung: DoTheatre
Tänzer: Alexander Bondarev, Evgeny Kozlov, Irina Kozlova, Julia Tokareva

Der russische Ressigeur Andreij Tarkowskij (1932 – 1986) fühlte sich dem deutschen Romantiker E.T.A. Hoffman verwandt, dessen phantastisches und zuweilen skuriles Werk seine existentielle Gratwanderung spiegelt. 1974 schrieb Tarkowskij das Drehbuch «Hoffmaniana», das dessen letzten Tage gewidmet ist. Nach der Idee der Dokumentarfilmautorin Anastasia Alexandrowa hat das Do-Theater das Drehbuch als Tanztheater umgesetzt. Entstanden ist ein exzentrisches Kabarett mit Figuren aus Hoffmanns Werken und Hoffmann selbst als Conférencier, Dirigent und Puppen-Meister.

Das Do-Theater gehört zu den renomiertesten russischen Avandgarde-Tanztheatertruppen aus dem post-kommunistischen Russland und ist zur Zeit in Achen domiziliert.

Auftritt: 17. November 2012

Presse:
Wochenblatt, 22.11.2012 - Grandioses Tanztheater aus Russland

Gastspiel

Lucy: Sylvia Heckendorn
Ben: Philippe Meyer
Piano: Inna Angelova
Produktion: Sylvia Heckendorn

In Lucys Wohnung herrscht ein “zweiköpfiges Monster mit Kilometern von Nabelschnur und Hunderten von Leben”. Lucy hegt sehr verliebte Gefühle für dieses Ungetüm. Ihr Verlobter ist bald gezwungen einzusehen, dass er diesem Wesen nicht gewachsen ist und zu ungewöhnlichen Mitteln greifen muss, um Lucy vor seiner nahenden Abreise noch den Heiratsantrag machen zu können.

Menottis Kurzoper “The Telephone or l’amour à trois” (1947) ist eine unterhaltsame, amüsante Liebeskomödie, die mit genial komponierter Musik sowie einem Thema aufwartet, das aktueller ist denn je.

Auftritt: 13. November 2012

Gastspiel Schauspielhaus Hamburg anlässlich der Veröffentlichung des Theaterstücks beim AAP-Verlags AG Basel

Spiel: Jannung Kahnert
Reige: Johannes Wenzel
Ausstattung: Nicole Pleuler

Was bleibt einem anderes übrig, als seine eigene Sprache zu erfinden: Adom, Mitte dreissig, übernächtigt, verläuft sich in ein deutsch-polnisches Kulturfest. Für den Sohn polnischer Einwanderer wird es ein Tag der Abrechnung mit seiner Vergangenheit; ein Tag, an dem er über sich selbst hinauswächst; ein Tag, an dem er sich schuldig macht.

Auftritt: 11. November 2012

Gastspiel

Stimme: Irène Speiser

“… Das New York, das ich verliess, war in vielerlei Hinsicht keineswegs das New York, von dem ich jugendlich-naiv träumte und dann auch vorfand – Manna-Hatta, die Insel mit den vielen Hügeln …”

Auftritt: 9. November 2012

Eigenproduktion Neues Theater am Bahnhof

Don Pasquale: Daniel Reumiller
Norina: Jardena Flückiger
Malatesta: Robert Koller
Ernesto: Michael Nowak
Notario und Diener: Peter Koller
Inszenierung: Georg Darvas
Musikalische Leitung: Bruno Leuschner
Orchester: «Orchestra di Donizetti»
Ausstattung: Manfred Schmidt
Licht: Cornelius Hunziker

Donizettis am dichtesten durchkomponierte “Opera buffa” ist ein Intrigenspiel zwischen vier Personen, die eigentlich alle mit doppeltem Boden agieren. Ihre Absichten und Handlungen sind scheinbar geradlinig – in Wirklichkeit verbirgt sich in ihnen eine raffinierte, berechnende Psychologie …

Premiere: 1. November 2012

Presse:
Programmzeitung, Dezember 2012 - Hiebe statt Liebe
Basler Zeitung, 03.11.2012 - Belcanto im Westentaschenformat
Wochenblatt, 01.11.2012 - Von unbezahlbarer Liebe
Basler Zeitung, 01.11.2012 - Donizetti im Taschenformat
BirseckMagazin, November 2012 - Opera buffa Don Pasquale: Eine Eigenproduktion im Neuen Theater am Bahnhof

Weitere Medien:
Probefotos finden sich hier.

Gastspiel

Spiel: Dorothee Labusch, Elisabeth Trechslin
Regie: Felix Bertschin

Stell dir vor, du gibst nach jahrelanger Abstinenz wieder ein Konzert, dein Kind hat unverhofft die Masern bekommen und dein Mann, ein Hausfrauendasein-unerprobter Psychotherapeut ist total überfordert. Ist da noch die leicht naive Begleitung, die schwerverliebt auf ein Happy-End mit ihrem Juan aus Ecuador hofft …

Auftritt: 27. Oktober 2012

Gastspiel mikroskopTheater

Spiel: Carlo Ghirardelli
Dramaturgie und Regie: Lorenz Belser

Jimi Frisch ist eine Kabarett-Figur, direkt aus dem Leben gegriffen. Er ist ein knallharter Gastro-Unternehmer – sein Hobby: Er veranstaltet Schau-Lesungen. Von Globi übers SJW-Heftli bis zum Volkstheaterstück, vom Geschichtsbuch bis zur Avantgarde.

Auftritt: 21. Oktober 2012

Koproduktion Neues Theater am Bahnhof mit stranger in company

Komposition und Konzept: Matthias Heep
Spiel: Daniel Buser, Robert Koller
Live-Comiczeichner: Ulrich Scheel
Musikalische Leitung, Klavier, Schlaginstrumente, Hanfzigarre: Jürg Henneberger
Konzept und Inszenierung: Georg Darvas
Ausstattung: Nives Widauer, Florentin Berger

Unterhaltsames, musikalisches Vergnügen – mit Daniel Buser als verschrobener Abwart, der Sie mitnimmt auf die Reisen des fleissigen Elsässers Georg Franciscus Müller (1646-1723): Der einfache Soldat fuhr per Schiff in den fernen Osten – das Versemachen und Aquarellieren waren dabei seine liebste Beschäftigung. Zurück in Europa lebt er im Umkreis des Klosters St. Gallen, dort ruht sein Nachlass.

Ein amüsanter und gleichzeitig tiefgründiger Opernabend, inspiriert von Berichten der Laterna-Magica des 18. und 19. Jahrhunderts. Projizierte Bilder erscheinen dem verblüfften Theaterbesucher lebensecht und greifbar, das Stück ist selbst zu einer Erscheinung aus der Laterna Magica geworden, heiter, skurril und voller Überraschungen. Vom Abwart des Klosters versehentlich reanimiert, darf Herr Miller nach vierhundert Jahren endlich seine Geschichten erzählen; er schlüpft in die Rollen der aus der Dunkelheit auftauchenden Figuren (live gezeichnet von Ulrich Scheel) und erlebt in grotesk übersteigerter Begeisterung seine Reise von neuem. Allerdings entwickelt die Laterna Magica ein unerwartetes Eigenleben. Herr Miller ringt bald nicht mehr nur mit Naturgewalten und wilden Tieren, vielmehr droht er in der von ihm selbst ausgelösten Bilderflut zu versinken. Der grosse Eröffnungserfolg der Saison 2012-2013 in neuer Fassung!

Premiere: 23. September 2012

Presse:
Wochenblatt, 25.09.2012 - Amoklauf in Knittelversen
Basler Zeitung, 25.09.2012 - Terra incognita – im Takt gezeichnet