«Antigone» von Sophokles

am Donnerstag, 30. Januar 2020 um 19.30 Uhr

Ort: Saal

Koproduktion TOBS (Theater Orchester Biel Solothurn) mit neuestheater.ch.


Spiel:  Miriam Joya Strübel, Antonia Scharl, Liliom Lewald, Ernst C. Sigrist, Barbara Grimm, Alvise Lindenberger*, Severin Mauchle*, Nico-Alexander Wilhelm*.
Musiker: Daniel «D-Flat» Weber, Josua Beureux. 
Inszenierung: Deborah Epstein. 
Bühnenbild: Natascha von Steiger. 
Kostüme: Dorothee Scheiffarth.
Sounddesign, Komposition: Daniel Weber. 
Dramaturgie: Svea Haugwitz.

*Mitglieder des Schauspielstudios am TOBS


30 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet im Foyer eine Werkseinführung durch die Dramaturgin Svea Haugwitz statt. 


Wem sollten wir uns verpflichtet fühlen, dem Gewissen oder dem Gesetz? Ist Antigone eine Heldin oder eine tragische Figur? In der klassischen griechischen Tragödie tragen sich Mord, Totschlag und sonstige Katastrophen gerne in der Familie zu. Das erhöht und verdichtet die Spannung und erlaubt es dem Autor, die Handlung auf engstem Raum zu entfalten. Antigone ist die Tochter des Ödipus. Ihre Brüder haben sich im Kampf um die Stadt Theben gegenseitig getötet. Des Angreifers Polyneikes' Leichnam soll auf Weisung des Königs Kreon nun nicht begraben, sondern vor den Stadtmauern von Theben den Vögeln zum Fraß vorgeworfen werden. So lautet das neue Gesetz. Gegen Kreons Verbot, Polyneikes zu bestatten, wendet sich Antigones Tat. 

Antigone verkörpert den Konflikt zwischen Gewissen und Gehorsam: Sie begräbt ihren Bruder, obwohl es verboten ist. Die Konsequenz, mit der sie handelt, macht Antigone zu einer der berühmtesten Theaterfiguren überhaupt. Antigone weiss genau, was sie sagt und sie tut es mit entschiedener Selbstbehauptung, die sich von keiner Ratio eingrenzen lässt. Ihr Wort und ihren Affekt braucht sie als Waffe. In Rede und Gegenrede, Begründung und Rechtfertigung, Anklage und Drohung spitzt sich der Konflikt nicht nur zu, er wird exemplarisch als Konfrontation zwischen Mann und Frau, Alter und Jugend, Gesellschaft und Individuum.

Antigones zutiefst menschliches Begehren wird zur politischen Tat. Der Staat wird in seinen Grundfesten erschüttert, die Werte in Frage gestellt.



Pressestimmen

«‹Das Stück soll wehtun›, sagt Epstein - und das tut es. Der Konflikt zwischen Antigone, die ihren toten Bruder begraben will, und Kreon, der ihr das verbietet, wird bis zum Äussersten ausgetragen.»
Valeria Heintges, NZZ am Sonntag, 05.01.2020

«Regisseurin Deborah Epstein und ihr präzise agierendes, wandelbares Ensemble bringen diese Tragödie in einer kompakten und kurzweiligen Inszenierung auf die Bühne. »
Stefanie Klemm, Schweiz am Wochenende, 02.11.2019 

«Der Schlagzeuger Daniel «D-Flat» Weber fungiert auf der Bühne wie ein Mitglied des Ensembles. Mit kraftvollen Trommelschlägen kündigt er die Tragödie an, mit pulsierenden Beats untermalt er die Argumente und Gegenargumente der Protagonisten.»
Annelise Alder, Bieler Tagblatt, 02.11.2019

«Eine Antigone-Inszenierung, die Sophokles nicht explizit ins Heute denkt, aber in spannungsvollen anderthalb Stunden frisch erzählt.»
Andreas Klaeui, SRF 2 Kultur, 05.11.2019


Weitere Spieldaten:  Donnerstag 30. Januar, 19.30 Uhr, Dienstag 04. Februar, 14 UhrDienstag 04. Februar 19.30 UhrFreitag 07. Februar, 19.30 UhrSonntag 09. Februar, 18 Uhr.
Spieldaten Stadttheater Biel: Samstag, 09. November, weitere Daten www.tobs.ch
Spieldaten Stadttheater Solothurn: Sonntag, 17. November, weitere Daten www.tobs.ch


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Datum

30.01.2020 19.30 bis 21.00

Preise

Bereich Kategorie Preis in CHF
A Regulärer Preis 45.-
A IV, Student*innen 25.-
A Theaterschaffende und Schüler*innen 15.-
B Regulärer Preis 35.-
B IV, Student*innen 20.-
B Theaterschaffende und Schüler*innen 15.-