«Bitte, nehmen Sie doch etwas Platz»

am Dienstag, 31. März 2020 um 19.30 Uhr

Ort: Saal

Ein Tanzduett für Klein und Groß (Altersempfehlung ab 5 Jahren).


Tanz und Kreation: Oleg Kaufmann, Bryce Kasson.
Spielleitung, Choreografie und Zeichnungen: Marion Dieterle.
Musik: Ralf Freudenberger, Bryce Kasson.
Objekte und Kostüme: Julia Stefanovici.
Licht: Filip Jacobson.
Outside Eye und Company Training: Tobias M. Draeger.
Produktion: DOSSIER 3-D-Poetry.


Lautes Gebaren, stoisches Ausharren, die bessere Ausgangsposition, Wendigkeit oder einfach das größere Volumen – mit Einsatz von Körper, Gesten und Körpererweiterungen entwerfen die Tänzer verschiedene Strategien, um sich gegenseitig den Platz streitig zu machen. Im Ringen um ein Zusammenleben geht das Absurde mit dem Existenziellen einher.

Wie nehmen wir Platz ein? Wie viel Raum nimmt sich ein Individuum? Was empfinden wir als Irritation oder Bedrängnis? Was steht zwischen uns und wo verorten wir uns? Was gilt es zu verteidigen, zu verdrängen, zu behaupten? Wie viel Abstand brauchen wir zueinander oder voneinander? Kann ich für mich sein? Wo beginnt mein Körper?

Formen abstrahiert zu Wesen, symbolhaften Zwitterwesen und Lebensräumen erzählen vom Platzeinnehmen, vom Ausbreiten und Einbüßen, von Ohn-/Macht und Präsenz, Abgrenzen und Dazugesellen, Bleiben und Fortschreiten.

Für die neue Produktion arbeitet Marion Dieterle mit den Tänzern Oleg Kaufmann (Recherswil, CH) und Bryce Kasson (Köln, D /Columbus, USA) zusammen. Damit treffen zwei Tänzerpersönlichkeiten aufeinander, die sich in ihrer Arbeit, physisch und mit Imagination, virtuos mit "Problemstellungen" auseinandersetzen. Das neue Stück richtet sich an Klein und Groß und widmet sich den Schwierigkeiten des menschlichen Zusammenlebens und der Angst des Verdrängtwerdens. Dabei wird der Handlungsraum des Menschseins als ein erlebter Raum, eine Verschränkung von sozialem, geistigem und physischem Raum behandelt. Immer wieder stellt sich Marion Dieterle die Fragen, wie wir unseren Platz in der Welt finden und wie wir ihn verhandeln. In der Auseinandersetzung damit, im Rahmen der Kreation, eröffneten sich noch mehr Fragen. Das Team hat sich dabei von Yi-Fu Tuan inspirieren lassen, einem humanistischen Geografen.

«Place is security, space is freedom: we are attached to the one and long for the other.»
Yi-Fu Tuan: Space and Place. The Perspective of Experience


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Datum

31.03.2020 19.30 bis 21.00

Preise

Bereich Kategorie Preis in CHF
A Regulärer Preis 38.-
A IV, Student*innen 25.-
A Theaterschaffende und Schüler*innen 15.-