«Warten auf Godot» von Samuel Beckett

am Samstag, 12. September 2020 um 19.30 Uhr

Ort: Saal

Wiederaufnahme der Eigenproduktion von neuestheater.ch.

Im Stadttheater Solothurn im Rahmen von Cartes Postales – eine Kooperation mit TOBS.


Mit: HansJürg Müller, Vincent Leittersdorf, Andrea Bettini, Florian Müller-Morungen, Jonathan Bötticher/Orell Semmelroggen
Inszenierung: Georg Darvas
Bühnenbild: Valentin Köhler
Licht: Peter Jackson
Kostüm: Sophie Kellner
Produktionsleitung: Eleni Foskett-Prelorentzos


Werkseinführung im Foyer ab 18.45 Uhr. Georg Darvas, der die Regie in diesem Stück führte, erläutert.


Zwei Männer warten. Worauf? WORAUF WARTEN SIE?
Seit der Uraufführung 1953 in Paris sind weltweit zahlreiche Interpretationen in die Inszenierungen dieses Klassikers der Moderne eingeflossen. Nur die wichtigste Person hat sich jeder Interpretation enthalten: der Autor selbst, Samuel Beckett.

Eine Vertiefung in die wunderbaren Sätze, die Wladimir und Estragon in ihren Dialogen sprechen, ergeben zunächst ein Staunen über den Reichtum ihrer Seelen. Ihre Auseinandersetzung mit der Versehrtheit ihres Körpers zeigt uns, dass das Drama immer das Ringen des Menschen mit den Grenzen seiner Existenz beinhaltet.

Mit ungeheurer Zärtlichkeit schützen Wladimir und Estragon einander in den Stunden ihrer Wartezeit und ihr Humor hilft ihnen oft leichtfüssig über die Klippen hinweg. Selbst in ihren Streitigkeiten verbirgt sich ihre Menschlichkeit und Zärtlichkeit.

Sind Wladimir und Estragon bedroht? Wir alle sind bedroht. Wir alle sind Wladimir und Estragon. Ohne Mitgefühl und Zärtlichkeit werden wir zu den beiden anderen Gestalten dieses Theaterstückes: zu Pozzo und seinem Knecht Lucky, die in den Ort des Wartens einbrechen und die Welt mit sich besetzen wollen.

«Warten auf Godot», ein zeitloses Werk, zeigt uns einen theatralischen Mikrokosmos, hat aber auch eine verborgene, politische Dimension. Die Frage nach Menschsein und Macht.

Aufführungsrechte beim Fischer Theaterverlag.


Wir freuen uns, die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen neuestheater.ch und  TOBS auch in der Spielzeit 2020/2021 weiterzuführen und bedanken uns beim Kanton Solothurn für die Unterstützung dieser bereits mehrjährigen Partnerschaft. Diesmal besuchen sich die zwei Theater gegenseitig mit einer Auswahl ihrer Produktionen und senden so einen Gruss, eine «Carte Postale», ans andere Ende des Kantons Solothurn. 


Weitere Aufführungen:  12. September 2020, 19.30 Uhr13. September 2020, 18 Uhr15. Oktober 2020, 19.30 Uhr16. Oktober 2020, 19.30 Uhr und 18. Oktober 2020, 18 Uhr
Stadttheater Solothurn im Rahmen von Cartes Postales: 19. September 2020, 19 Uhr und 20. September 2020, 17 Uhr
Bühne Aarau im kuk: 17. November 2020, 19.30 Uhr

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Datum

12.09.2020 19.30 bis 21.00

Preise

Bereich Kategorie Preis in CHF
A Regulärer Preis 38.-
A IV, Student*innen 25.-
A Theaterschaffende und Schüler*innen 15.-