«Die Fledermaus» von Johann Strauss

am Freitag, 18. Dezember 2020 um 19.30 Uhr

Ort: Saal

Operette von Johann Strauss, Libretto von Karl Haffner und Richard Genée.

Eigenproduktion zum 20-jährigen Jubiläum von neuestheater.ch.


Mit: Kimon Barakos, Urs Bihler, Nino Aurelio Gmünder, Kathrin Hottiger, Polina Kulykova, Solenn' Lavanant Linke, Daniel Reumiller, Rolf Romei, gata Wilewska, Pepe Díaz Cruz*, Nikolina Dominkovic*, Polina Kulykova*, Tereza Kotlanova*
Inszenierung: Georg Darvas
Musikalische Leitung: Bruno Leuschner
Salonorchester: Musici Volanti mit Predrag Tomic am Akkordeon
Bühne: Valentin Köhler
Licht: Peter Jackson
Kostüm: Sophie Kellner
Produktionsleitung: Eleni Foskett-Prelorentzos

* Master-Student*innen der Hochschule der Künste Bern HKB, Fachbereich Musik


Diese «Königin der Operette», wie «Die Fledermaus» genannt wird, war die erste Musiktheaterproduktion, die im Dornacher Theaterhaus, damals noch im ehemaligen Kino Dornach als «Das neue Theater am Bahnhof/NTaB», aufgeführt wurde. Mit Solisten, Chor und kleinem 5-köpfigen Orchester. Fast 20 Jahre später, sozusagen als Jubiläumsproduktion «20 Jahre neuestheater.ch», steht dieses Werk mit demselben Leitungsteam Darvas/Leuschner aber mit neuer Besetzung und mit neuem Konzept auf der Dornacher Bühne.

Kann man während oder nach einer so gewaltigen Krise, wie es die Corona-Krise ist, ein Werk wie «Die Fledermaus» in Angriff nehmen?

Die Uraufführung der «Fledermaus» fand am 05. April 1874 im Theater an der Wien statt. Erinnert uns diese fin-de-siècle-Dekadenz, die dann im letzten Jahrhundert zum Ersten Weltkrieg führte nicht, wie in einer Oktave, an den Hedonismus und Materialismus unserer Zeit?

Raffen und geniessen. Leben in der totalen, egoistischen Selbstverwirklichung und Verdrängen des für jeden Menschen sicheren Endes.

Zu Strauss’ Zeiten waren es der Walzer und der Champagner, die diesem Verdrängen dienten. Heute sind es der Bilderrausch der elektronischen Medien, die Rave-Partys und die Designer-Drogen. Es ist herausfordernd, die Personen der «Fledermaus» in unsere Zeit zu verlegen. Auch hier bleiben sie Sympathieträger und die Musiknummern, die uns das Gemüt «massieren», sind von grosser Schönheit.

Wir wollen die Reibung zwischen der fast kindlichen Amüsierlust der Figuren und der Sinnhinterfragung ihres Unterfangens zeigen. Da alle zum gleichen Schlag gehören, wird die Figur des Frosch, wie bei einem griechischen Drama, zum warnenden Chorführer. Ein Gesangsquartett übernimmt die Rolle des Operettenchors. Im Hintergrund der Erzählung um Ballettratten jagende Männer, Affären suchende Frauen und gesellschaftlichen Aufstieg suchende Kammerzofen steht eine Intrige, ein Rachefeldzug eines jungen Rechtsanwaltes Namens Falke ...

Das Motto: «Glücklich ist wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist» (Alfred, 1. Akt) konfrontiert das Publikum mit der aktuell mehr als gefragten Portion Zeit- und Gesellschaftskritik.

Das Orchester ist ein virtuoses Salonorchester, das mit der Fülle guter musikalischer Nummern den mit allem Tiefgang unterhaltsamen Musiktheaterabend unterstützt.


Wir freuen uns, die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen neuestheater.ch und TOBS auch in der Spielzeit 2020/2021 weiterzuführen und bedanken uns beim Kanton Solothurn für die Unterstützung dieser bereits mehrjährigen Partnerschaft. Diesmal besuchen sich die zwei Theater gegenseitig mit einer Auswahl ihrer Produktionen und senden so einen Gruss, eine «Carte Postale», ans andere Ende des Kantons Solothurn. 


Weitere Aufführungen:  Premiere 10. Dezember 2020, 19.30 Uhr13. Dezember 2020, 18 Uhr18. Dezember 2020, 19.30 Uhr27. Dezember 2020, 18 Uhr, 31. Dezember 2020, 16 Uhr31. Dezember 2020, 19.30 Uhr15. Januar 2021, 19:30 Uhr17. Januar 2021, 18 Uhr, 23. Januar 2021, 19:30 Uhr und 24. Januar 2021, 18 Uhr

Stadttheater Solothurn im Rahmen der Cartes Postales: 3. Februar 2021, 19.30 Uhr und 4. Februar 2021, 19.30 Uhr

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Datum

18.12.2020 19.30 bis 22.30

Preise

Bereich Kategorie Preis in CHF
A Regulärer Preis 85.-
A IV, Student*innen 45.-
A Theaterschaffende und Schüler*innen 35.-
B Regulärer Preis 65.-
B IV, Student*innen 35.-
B Theaterschaffende und Schüler*innen 25.-